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Termin 6. Treffen Arbeitskreis Schreiben und Schreibcoaching: 3. Juni 2016

Bodensee vom Schiff

Der Termin für das 6. Treffen des Arbeitskreises Schreiben und Schreibcoaching steht fest: Freitag, 3. Juni 2016, 9:00 – 17:30 Uhr  auf Schloss Hersberg am Bodensee.

Beim diesjährigen Treffen haben sich bereits Wünsche ergeben – hier die Vorausschau auf die Themen 2016:

  • Schreiben und Inszenieren (Andrea Bayer)
  • Poetry Slam und Science Slam
  • Sachbuch schreiben, aber wie?
  • Umgang mit Schreibblockaden
  • Kürzest-Geschichten à la Florian Meimberg (@tiny_tales)
  • Austausch über Diktiersoftware und Software für Autoren
  • Switchen zwischen verschiedenen Sprachmilieus/Dasselbe in verschiedenen Sprachmilieus texten
  • (AKS)-Kurzgeschichten veröffentlichen
  • Wissenschaftlicher Essay (Nathalie Kulinsky)
  • Schreibspaziergang (Karin Schwind)

Für das 5. Treffen des Arbeitskreises Schreiben und Schreibcoaching am 8. Mai anmelden!

Bodensee Alpenblick

Das 5. Treffen des Arbeitskreises Schreiben und Schreibcoaching (AKS) findet am

Freitag, 8. Mai auf Schloß Hersberg  9.00 – 17.30 Uhr in Immenstaad am Bodensee statt.

Wer interessiert ist, sich mit anderen Leiterinnen und Leitern von Schreibkursen, Schreibcoaches über Schreiben, Schreibübungen und anderes auszutauschen, kann sich noch bis zum

02.04.2015 (vor den Osterferien)

anmelden bei

evelyn.selegrad@t-online.de.

Tagespauschale (für Raummiete/Verpflegung): 35,00 Euro.

So sieht das Programm aus:

Workshops und Arbeitsgruppen unter anderem zu folgenden Themen:

Lyrikworkshop: Spielformen der Poesie – Ellen Enge

Schreibspaziergang: Frische Impulse von draußen – Karin Schwind

Buchmesse: Erfahrungsbericht – Gül Kurtulus

Freie Themen: Co-Working-Space; Mobiles Arbeiten; Schreiben in Südfrankreich

Workshop: Book on Demand (N.N.)

 

„Schreib‘ draußen“ – warum eigentlich?

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Foto: Creative Commons A.Savin

Lugano, 23. August 2012, gefühlte 38° C

Mein Schreib-Weg beginnt am Brunnen Antonio Bossi; eine Brise von See ist nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein – es ist heiß, richtig heiß. Die Hitze drängt mich, diesen Platz zu verlassen, mich nicht länger in Jugendstil und Gründerzeit zu vertiefen, sondern das schattige Kühl unter den Arkaden der Vicolo del Grano zu genießen. Ein Harfenspieler zieht meine Aufmerksamkeit auf sich – sanft fließen die Töne um Säulen, mischen sich mit italienischen Sprachfetzen.

Von der Piazza San Carlo führt eine Treppe hinauf. An ihrem Fuß ein Marmorbecken mit frischem Wasser; ich kühle meine Arme, lausche auf die Musik und steige die Treppe hinauf – schön ist sie nicht, zu neu, sie passt nicht hierher, bleibt ewig die Fremde – wie so manches, das in Lugano unpassend in den alten Stil gepresst wurde.

„Schreib‘ draußen“ ist für mich zunächst einmal Bewegung. Ich verlasse meinen Schreibtisch und meine vier (ewig gleichen) Wände, bewege mich, öffne meine Sinne für neue Eindrücke, lasse Städte und Straßen, Wälder und Wolken, Menschen und Meinungen auf mich wirken – halte fest, was flüchtig an mir vorbeiziehen will.

Manchmal habe ich einen Plan, will zum Beispiel Menschen beobachten, ihre Gesten, ihre Mimik, ihr Äußeres, ihre Sprache – manchmal gehe ich auch ohne Plan los, lasse mich treiben, tauche ein in besondere Stimmungen, ohne zu wissen, was ich mit diesen Notizen später anfange.

Geplant oder ungeplant werde ich wach für Details, finde Themen, erweitere meinen Wortschatz, indem ich präzise beschreibe.

Ich betrete den Parco Civico mit seinen Jahrhunderte alten Bäumen und außergewöhnlichen Pflanzen. Da finden sich Korkeichen und Palmen, Kamelien und Magnolien, Linden und Platanen.

Endlich bläst eine Brise von See her zwischen den großen Bäumen hindurch; ich atme auf und schaue mich um – die grünen Liegestühle sind bis auf den letzten besetzt: Menschen dösen, lesen Zeitung, sind in eine Buch oder gemeinsames Schachspiel vertieft. Kinder krabbeln herum, Hunde üben Dolce far niente. In diesem Park & Read kann man in den Sommermonaten kostenlos Liegestühle und Bücher nutzen, sich einen Kaffee kaufen oder ein kühles Bier und den Park lesend und spielend genießen.

Ich stöbere mich durch die Buchauswahl – es gibt Bildbände und viele Romane, überwiegend in Italienisch. Wer der Sprache nicht mächtig ist, muss sich mit den wenigen anderssprachigen Ausnahmen begnügen oder den eigenen Lesestoff aus dem Rucksack ziehen.

Ich bestelle mir einen Cappuccino und setze mich an einen der kleinen Tischchen – und schreibe…

 

Mehr zu „Schreib‘ draußen“ finden Sie auf folgendem Blog:

http://anoukaoutdoor.tumblr.com/

Author: Karin Schwind

5. Treffen – Termin des Arbeitskreises Schreiben für 2015 steht fest

Bodsee morgens

Der nächste Termin für das Treffen des Arbeitskreises Schreiben und Schreibcoahing (AKS) steht fest: Wir Schreibtrainer und-Coaches wollen am Freitag, den 8. Mai auf Schloß Hersberg in Immenstaad am Bodensee zum 5. Mal über das Schreiben und unsere Arbeit mit Schreibenden diskutieren. Im nächsten Frühjahr rufen wir wieder zu Vorschlägen und Workshopangeboten auf.

Schreibblockaden – Karin Schwind

Bodensee morgens 2

Menschen, die schreiben, kennen sicherlich zwei Phänomene: Da gibt es Tage, an denen schreibt es (!) sich fast wie von alleine und dann gibt es wieder Tage, an denen geht einfach nichts voran und sie haben das Gefühl, nicht schreiben zu können, das Blatt bleibt leer, der Bildschirm füllt sich nur mühsam mit Worten und Sätzen und die Löschtaste läuft heiß.

Hier nun einige Auszüge aus meinem Booklet Schreibblockaden auflösen – Wegweiser zum souveränen Schreiben:

Ich spreche und schreibe gerne von Schreibstörungen und nehme dieses Wort wörtlich:

Schreib-Störungen – etwas stört beim Schreiben. Wenn mein Kollege ins Büro kommt und mich beim Schreiben stört, dann ist diese Unterbrechung eindeutig wahrnehmbar, sie stört mich beim Schreiben, unterbricht mich, ich verliere den roten Faden und es fällt schwer, wieder ins Schreiben hineinzufinden; übrigens ein weit verbreitetes Phänomen.

Andere Schreib-Störungen sind weniger leicht zu erkennen. Das liegt hauptsächlich daran, dass wir kaum Wissen über den Schreibprozess als solchen haben, dass immer noch die Meinung kursiert, wir hätten Schreiben in der Schule gelernt und müssten es können. „Schreibstörungen hat jeder, aber keiner spricht darüber.“ schreibt Helga Esselborn-Krumbiegel (2008, S. 204) und trifft damit den Nagel auf den Kopf.

Wenn Sie das Gefühl haben, Schreiben ist schwierig, Schreiben fällt schwer, Schreiben geht gar nicht, und wenn Sie gleichzeitig den Wunsch verspüren, Schreiben müsse leichter gehen, anders gehen und bessere Texte hervorbringen, dann können Sie sich mit dem oben genannten Booklet diesen Wunsch sicherlich ein Stück weit erfüllen.

Schreibprobleme sind ebenso individuell wie die Menschen selbst. Deshalb ist es wesentlich, zunächst den eigenen Schreibmustern auf die Spur zu kommen, sie zu reflektieren und anschließend, wo nötig und möglich, diese neu zu gestalten.

Für einen Einstieg ins Reflektieren, hier die erste Checkliste aus dem Booklet:

Schreibblockaden – Ein Phänomen mit vielen Gesichtern

Das Phänomen Schreibblockade oder Schreib-Störung hat viele individuelle Gesichter. Lesen Sie die folgenden Aussagen. Finden Sie sich in der ein oder anderen wieder?

Checkliste:

  • Sie sitzen seit 15 Minuten vor dem leeren Bildschirm und haben noch nichts geschrieben? Sie starren (analog gesehen) auf eine leeres Blatt Papier oder kauen auf Ihrem Stift…
  • Sie haben ein größeres Schreibprojekt vor sich, nehmen sich vor anzufangen, doch jedes Mal gehen Sie lieber Geschirr spülen, saugen die Wohnung, gehen einkaufen oder entfernen noch die letzten Spinnweben im Keller…
  • Sie haben viele Ideen für Ihr Schreibprojekt, fangen immer wieder an zu schreiben, streichen oder löschen ständig das gerade Geschriebene und es entsteht nur mühsam ein Text…
  • Sie schreiben einen Text, stellen ihn aber immer wieder um, überarbeiten ihn erneut um ihn endgültig fertigzustellen; wirklich zufrieden sind Sie aber auch dann nicht…
  • Sie schreiben einen ersten Satz und eine innere Stimme sagt: „Das kannst du doch so nicht schreiben…!“ oder „Das klingt aber blöd…!“
  • Sie haben ein angefangenes Schreibprojekt, das schon Tage, Wochen oder gar Monate liegt…
  • Sie sind mittendrin in einem Schreibprojekt, beantworten aber lieber E-Mails, müssen erst noch in Facebook nachschauen, ob jemand gebloggt hat und schließlich nur noch ganz kurz ein wenig im Internet surfen und während sich der Tag irgendwann seinem Ende zuneigt, haben Sie nicht wirklich weiter geschrieben…
  • Ihr Schreibprojekt ist fertiggestellt, doch Sie geben es nicht ab, sei es Ihrem Prüfer, Ihrer Chefin oder wer auch immer für die Beurteilung zuständig ist/Sie schicken es nicht an den Verlag, an ein Lektorin oder einen Literaturagenten…
  • Sie sollen ein größeres Schreibprojekt angehen und wissen nicht wirklich, worüber Sie schreiben könnten/sollten…
  • Sie wissen genau, dass Sie schreiben können, doch immer wieder werden Sie unterbrochen, weil das Telefon klingelt, die Kollegin nur noch ganz schnell etwas besprechen möchte, der Nachbar ganz dringend Ihren Hammer ausleihen muss…
  • Sie sollen schreiben und haben einfach keine Lust…

 

Haben Sie sich in der einen oder anderen Aussage wiedergefunden? Wenn ja, überlegen Sie, zu welchen Maßnahmen Sie in solchen Momenten greifen, um den Schreibprozess doch noch in Gang zu bringen. Haben Sie für sich Lösungen gefunden, die funktionieren?

In meinen Seminaren höre ich unterschiedliche Strategien: Die einen gehen joggen, weil sie wissen, dass ihnen das Laufen den Kopf frei macht, sie wieder auf neue Gedanken bringt und allgemein den Kreislauf anregt. Andere wissen, dass sie zu den eher kreativen Menschen gehören, denen es schwer fällt, die vielen Ideen zu sortieren und das Schreibziel zu fokussieren – sie haben meist unterschiedliche Strukturierungsmethoden ausprobiert und zumindest eine gefunden, die ihnen dienlich ist. Wieder andere, jene denen es eher an Ideen mangelt, haben sich bewusst entschieden, ein Notizbuch zu führen, um gezielt Ideen und Material für den Schreibprozess zu sammeln.

Wie sieht Ihre Strategie im Umgang mit Schreibblockaden aus?

 

Karin Schwind

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Schreibcoach, Dozentin für wissenschaftliches, biografisches und kreatives Schreiben, Autorin.

 

Quellen

Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008). Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh Verlag [UTB 2334]

Schwind, Karin (2012): Schreibblockaden auflösen – Wegweiser zum souveränen Schreiben. Dortmund: Dortmund-Verlag

4. Treffen Arbeitskreis Schreiben und Schreibcoaching 2014

AKS-Gruppe

Beim 4. Treffen der Schreibcoaches und Schreibtrainerinnen auf Schloss Hersberg am Bodensee wurden, moderiert von Christiane Schlüter, in der Runde Anregungen und Impulse für Schreibgruppen gesammelt. Wie bringt man seine Teilnehmer zum Schreiben?

Christiane Schlüter

(Foto v. K. Sebens: Ch. Schlüter)

Zu Schreib-Impulsen für Schreibgruppen im Einzelnen später mehr in einzelnen Artikeln hier auf unserer Homepage.

Im Austausch zum Thema Online-Schreibkurse ging es bei einem Vortrag von Karen Christine Angermayer um zwei Kernfragen:

Angermayer in Motion à laméricaine

(Foto v. K. Sebens – Karen Christine Angermayer)

1. Was wünsche ich mir als TeilnehmerIn, um einen Schreibkurs zu buchen?

und

2. Was wünsche ich mir als Schreibkurs-LeiterIn?

Viele der teilnehmenden Schreibcoaches und Schreibkurs-Leiterinnen haben Bücher veröffentlicht, deshalb  ging es auch um E-Publishing (Infos z.B. bei der Self-Publisher-Bibel) bzw. Selbstverlag im Vergleich zur Veröffentlichung in traditionellen Druckverlagen.

Author: Kathrin Sebens